Gemeinschaftsschule Langenau

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Besichtigung Rote Wand

Unserer Erde – der blaue Planet. Mehr als 70% der Erdoberfläche ist von Wasser bedeckt. Ein Element, das im Überfluss vorhanden ist. Könnte man meinen. Über 97% des Wassers auf der Erde ist salzhaltig und somit für den Menschen nicht nutzbar. Nur ein geringer Teil des Wassers auf unserer Erde ist für den Menschen tatsächlich nutzbar.

„Jeder von uns verbraucht 120 Liter sauberstes Trinkwasser am Tag“, sagte uns Zoran Dakovic, der Mitarbeiter der Stadtwerke Ulm. „Das entspricht ungefähr einer Badewanne.“ Wir, die Schüler der Gemeinschaftsschule Langenau der Jahrgangsstufe 8 und das Lehrerteam Fr. Bee und Fr. Pfeffinger, staunten nicht schlecht, als wir diese Zahl hörten. „So viel trinken wir doch nie und nimmer.“, sagte eine Mitschülerin. Herr Dakovic erklärte ausführlich, wofür Trinkwasser verwendet wird und dass nur ein kleiner Teil davon tatsächlich für das Löschen des Dursts der Ulmer und Neu-Ulmer nötig ist. „Das meiste Wasser verbrauchen wir durch Toilettenspülungen, für die Dusche, das Abspülen und Kleider waschen.“

Ganz Ulm und Neu-Ulm sowie einige zusätzliche Dörfer der näheren Umgebung werden mit Wasser aus der „Roten Wand“ versorgt. So heißt das Pumpwerk im Auwald zwischen Iller und Donau, dass bis zu 50000 m3 Wasser pro Tag fördern kann.

Wie Detektive notierten wir auf Notizblöcken die Zahlen und Fakten, die aus Herr Dakovic heraussprudelten, wie das Donauwasser aus den großen Rohren. Der Besuch der „Roten Wand“ fand am 28.03.2019 im Rahmen des Zeitungsprojekts „Wir lesen intensiv“ der Südwestpresse Ulm statt, und so nahmen wir uns vor, gewissenhaft Zahlen, Daten und Fakten festzuhalten. Doch auch die persönlichen Eindrücke blieben haften: „Ich fand besonders interessant, wieviel Liter Wasser hier pro Minute durch die riesigen Rohre geht“, fasste Daniel zusammen. Und tatsächlich ist die Technik des Pumpwerks beeindruckend: mit zwei Horizontalbrunnen und fünf Vertikalbrunnen, die maximal bis 18 Meter in die Kiesschicht hinunter ragen, wird das Wasser an die Oberfläche gefördert und von dort verteilt. Dabei finden auch regelmäßige Kontrollen der Wasserqualität statt. „Das Wasser“, so Herr Dakovic, „hat Trinkwasserqualität, so wie es aus dem Kiesbett kommt.“. Damit es auch so bleibt, gab uns der SWU-Mitarbeiter auch noch einige Tipps mit auf den Weg: So sollten wir alle vermeiden, Essenreste und Speiseöle in den Abfluss zu leeren, auch keine Medikamente, Katzenstreu, Farben, Lacke oder Lösungsmittel. Wenn wir an diesem Tag etwas gelernt haben, dass wir auch anderen mitgeben wollen, dann war es Hr. Dakovics Appell: „Die Toilette ist kein Mülleimer!“. Denkt daran, wenn ihr beim nächsten Mal den Wasserhahn aufdreht und einen guten Schluck „Rote-Wand-Wasser“ trinkt.

Autorenteam Klasse 8