Gemeinschaftsschule Langenau

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Kultusminister zu Besuch in der VWRS 2015

Kultusminister Andreas Stoch beantwortete in der Aula auch Fragen der Schüler. Fotograf: Markus FröseEinen herzlichen Empfang haben Schüler, Lehrer und Rektor Volker Andritschke dem
baden-württembergischen Kultusminister Andreas Stoch bei dessen Besuch der Verbandswerkrealschule "Auf der Reutte" bereitet. Kein Wunder, denn Andritschke kennt "Andi" Stoch bereits seit gemeinsamen Schuljahren in Giengen/Brenz und hat mit ihm auch beim dortigen Sportverein TSG 1861 Fußball gespielt. Sie trafen sich die ehemaligen Klassenkameraden wieder in einem offiziellem Rahmen und in Begleitung etwa des leitenden Schulamtsdirektors Wolfgang Mäder, der Schulamtsdirektorin Ulrike Rauschenberger, des Langenauer Bürgermeisters Wolfgang Mangold und seines Bernstadter Kollegen Oliver Sühring sowie von Hermann Schmid, Geschäftsführer des Verwaltungsverbands.
Besonders gefreut haben sich die Begleiter über Stochs Bemerkung, man könne zuversichtlich sein in Sachen Gemeinschaftsschule. Ein entsprechender Antrag sei seitens der Werkrealschule bereits gestellt worden, entscheiden werde das Kultusministerium jedoch erst kommendes Frühjahr, vermutlich im Februar. "Der Weg, den eure Schule geht, ist ein guter Weg - diesen Eindruck nehme ich mit von meinem Besuch", sagte Stoch zu der Schülerschar, die sich in der Aula versammelt hatte. Zuvor waren dem Minister beim Schulrundgang auch die beiden "Lernbüros" gezeigt worden, in denen die 5. und 6. Klasse bereits jetzt "das Konzept Gemeinschaftsschule leben", wie Andritschke erklärte. "Das ist für mich ein äußerst positiver Tag", freute sich der Rektor nicht nur über die erhofften Signale, sondern auch generell über das persönliche Treffen so vieler Entscheidungsträger.
"Man kann einfach direkt nachfragen." Die Gelegenheit, direkt nachzufragen, nutzen auch zahlreiche Schüler in der Aula. Als einer wissen wollte, warum überhaupt aus einer Schule eine Gemeinschaftsschule werden soll, antwortete der Minister mit Hinweis auf die Tendenz abnehmender Geburtenzahlen, man wolle auf diese Weise "versuchen, so viele Schulen wie möglich auch an kleineren Standorten zu halten" - trotz rückläufiger Schülerzahlen.
Deshalb müssten nun schwierige und wichtige Entscheidungen getroffen werden. Zudem könnten an Gemeinschaftsschulen Schüler individueller gefördert werden. Dass die Einrichtung eine Ganztagsschule sei, trage dazu bei, dass Eltern Kinder und Beruf besser miteinander vereinbaren könnten. Mäder pflichtete dem insofern bei, dass an den bisherigen Schulformen Gutes geleistet worden sei, jetzt aber auf neue Situationen Antworten gefunden werden müssten. "Warum wird die Albecker-Tor-Schule abgeschafft?", fragte ein Schüler den Langenauer Bürgermeister. "Stimmt nicht", antwortete Mangold. Wenn es aber weiterhin immer weniger Anmeldungen für die ATS-Werkrealschule gebe, könne es sein, dass es dort in vier bis fünf Jahren nur noch eine Grundschule geben wird. "Und wir müssen schauen, wie es hier mit der Gemeinschaftsschule weitergeht."

Aus der Südwest Presse vom 24.10.2014; Autor: Markus Fröse